Nur Mut! 5 Kuppel-Tipps für Köche

by | 21. April 2020 | Kochen | 0 comments

Einfach mal ausprobieren? Mit gezielten Kombinationen machst Du aus ganz normalen Zutaten Delikatessen. Und mit ein paar Grundlagen endet das Ganze nicht in einem Würz-Desaster.

Zugegeben, das Kombinieren der «richtigen» Lebensmittel und das Verwenden der «richtigen» Gewürze gehören zu den grössten Knacknüssen beim Kochen. Vieles kannst Du ausbügeln, aber ein unbedacht hinzugefügtes Gewürz oder das Zuviel einer Komponente bleibt im Gericht.

Trotzdem dürfen sich auch weniger erfahrene Köche mehr Mut beim Experimentieren erlauben. Unbedingt! Vergiss für den Moment «richtig» und «falsch» – vielmehr sollte es darum gehen, den Luxus guter Zutaten durch erfrischende Kombinationen und passende Gewürze noch zu steigern.

Hilfreich sind dabei einige Basics, das Wissen um Traum-Kombinationen sowie geschärfte Sinne beim Verzehr des nächsten Gourmet-Gerichts.

1. Lass nur die besten Zutaten rein

Gute Zutaten halten ihren Geschmack alleine. Schlechte Zutaten werden auch durch die exklusivsten Kombinationen nicht zu guten. Nutzt Du gute Zutaten, legst Du damit das Fundament zum Geschmacks- und Erfolgserlebnis.

Kräuter kaufst Du am besten frisch statt getrocknet, Gemüse vom Markt schmeckt besser und ist frischer (und meist etwa gleich teuer) wie solches vom Supermarkt und bei vielen Gemüsesorten und selbstverständlich beim Fleisch und Fisch lohnt sich die Bio-Variante.

 2. Gewürze: Weniger ist mehr

Faustregel: Kombiniere pro Gericht nicht mehr als drei Gewürze – Salz und Pfeffer ausgenommen. Thymian und Rosmarin sind ein Traumpaar. Paprika gibt der Beziehung noch Würze, Basilikum stört sie jedoch wie der kleine Bruder beim ersten Date. Überfordere Deinen Gaumen nicht, sondern wähle Deine Gewürze gezielt und setze sie sparsam ein.

3. Ermittle von der Wurzel her

In Italien haben Olivenbäume ideale Lebensbedingungen, die Sonne lässt süsse Tomaten heranwachsen, vor den Fenstern duftet der Basilikum, Mozzarella ist der italienische Käse schlechthin und Balsamico steht in jedem Restaurant auf dem Tisch. Kein Wunder, passen diese Zutaten perfekt zueinander – und sind die Grundlage für unzählige italienische Gerichte.

Wenn Du ein internationales Gericht kochen willst, überlege Dir: Welche Lebensmittel wachsen im jeweiligen Land oder werden dort hergestellt? Meist passen diese gut zusammen. Ein Wein aus einer ähnlichen Ursprungsregion rundet das Gericht ab – und schon kannst Du mit wenig Aufwand als Chef-Kuppler glänzen.

4. Bringe Traumpartner zusammen!

Es gibt Lebensmittel, die alleine unscheinbar wirken, mit den richtigen Partnern aber ihr volles Potential entfalten und Deine Gäste umhauen.

Ein Beispiel: Fenchel? Langweilig. Orangen? Nichts Besonderes. Lachs? Hmja. Hobelst Du aber den Fenchel, hebst die filetierten Orangenschnitze darunter und vermischst das Ganze mit einem Dressing, kannst Du noch den gebratenen Bio-Lachs darauf anrichten und schon wähnen sich Deine Gäste in einem Edel-Restaurant.

Anhaltspunkte zum Kombinieren: Fruchtiges mit Fleisch oder Fisch, Knuspriges mit Cremigem, Scharfes mit Süssem. Konkrete Anregungen dazu findest Du bald in einem neuen Beitrag – oder auf der Speisekarte fast jedes guten Restaurants.

5. Sei Inkognito-Gourmet

Irgendwann öffnen auch die Restaurants wieder ihre Türen und wir werden ganz bestimmt auch wieder mit Freunden tolle Abende zuhause mit leckerem Essen verbringen. Und genau dann ist es Zeit, deine detektivischen Fähigkeiten zu beweisen. Schärfe bei jedem Restaurantbesuch Deine Sinne! Halte die Augen offen. Lass Dich von der Speisekarte inspirieren. Gibt es auf der Karte einen Wassermelonen-Feta-Salat? Einen Spargelsalat mit Erdbeeren? Nutze die Kreativität des Küchenchefs, um auch selbst auf neue Ideen zu kommen, welche Lebensmittel es einmal miteinander versuchen sollten.

Deine Geschmacksknospen sind Spione der Spitzenklasse! Ob im Restaurant oder zu Besuch bei einem befreundeten Gourmet. Wenn Du Deinen Gaumen auf die unterschiedlichsten Nuancen sensibilisierst, wird es ihn nach einiger Zeit geben: den Moment, in dem Du sagen kannst, welche Zutat denn nun dieses ausgezeichnete Gericht von einem durchschnittlichen abhebt.

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